Berlin, 02.07.2009

Künstlerakademie in Istanbul in „trockenen Tüchern“

„Jetzt kann es endlich losgehen“, so Petra Merkel, Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete und Berichterstatterin im Haushaltsausschuss für den Kulturetat, „Die Künstlerakademie in Istanbul ist „in trockenen Tüchern“! Die notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen für die Gebäude in Tarabya können beginnen, die Mittel dafür haben wir im Haushaltsausschuss freigegeben.“ Insgesamt 6 Mio. Euro stehen nun für die Herrichtung zur Verfügung.

„So wird ein neues Aushängeschild für deutsche Kultur im Ausland entwickelt“, freut sich die SPD-Bundestagsabgeordnete, auf deren Initiative die Kulturakademie zurückgeht.

„Unser Ziel ist, die Künstlerakademie Tarabya 2010 zu eröffnen, wenn Istanbul eine der Kulturhauptstädte Europas ist. Die Künstlerakademie kann dann eine zentrale Brücke zwischen den Kontinenten bilden!“

Geplant ist, gleichzeitig sieben Künstlern unterschiedlichster Sparten aus Deutschland für die Dauer von bis zu sechs Monaten den Aufenthalt in Istanbul zu ermöglichen. Die 14 Künstler jährlich sollen von einer gemeinsamen Jury des BKM – Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung – sowie des Auswärtigen Amts ausgewählt werden. Eine enge Kooperation mit dem Goethe-Institut in administrativen Angelegenheiten ist vorgesehen.

„Ich freue mich sehr, dass meine Idee nun endlich Wirklichkeit wird: Es wird in Istanbul einen Ort für deutsche Künstler geben!“, freut sich Petra Merkel. Nach einem Besuch der Villa Massimo in Rom und einer Reise nach Istanbul reifte in der Berlinerin die Idee, einen Ort für deutsche Künstler – ähnlich der Villa Massimo – auch in Istanbul zu schaffen. „Ein halbes Jahr in Istanbul zu leben wird auch den künstlerischen Blick auf die Türkei verändern – und kulturelle Kooperationen ermöglichen.“

Standort der Künstlerakademie wird „Tarabya“ sein, die historische Sommerresidenz des deutschen Botschafters, ca. 15. km nördlich vom Stadtzentrum Istanbuls am Bosporus gelegen. Das Grundstück wurde 1880 dem Deutschen Reich vom Sultan Abdülhamid II. geschenkt.

Auch das Orient-Institut Istanbul soll, wenn die Kapazitäten ausreichen, auf diesem Gelände untergebracht werden. „Da könnten wir Synergieeffekte nutzen und das Gelände zu einem wirklichen Aushängeschild deutscher Kultur und des deutsch-türkischen Dialoges machen,“ so Petra Merkel. Ihre Idee, fand schnell Unterstützung vom Koalitionspartner Steffen Kampeter, MdB und über alle Fraktionen und Ausschüsse des Deutschen Bundestages hinweg.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 02.07.09 um 16:00 Uhr
Kategorie(n): Aus dem Bundestag, In Europa